Schulprogramm

Unser Leitspruch:

Lesen ist für den Geist das, was Gymnastik für den Körper ist.

                                                                                                         Joseph Addison

1995 wurde die Schule nach dem Chemiker Justus von Liebig benannt. Justus von Liebig lebte von 1803 bis 1873. Als Chemiker wirkte er in Deutschland und Frankreich. Er ist der Pionier der modernen Landwirtschaft. Der Einsatz chemischer Düngemittel wurde durch ihn begründet. Seine bekannteste Erfindung ist der „Brühwürfel“.

Das Schulgebäude wurde 1913 nach Plänen von Ludwig Hoffmann erbaut. Seit 1999 bis heute wurde und wird  das Gebäude umfangreich saniert.

Die Schule hat sowohl Unterrichtsräume als auch Teilungsräume. Gegenwärtig nutzen wir einige Unterrichtsräume als Fachräume. Wir verfügen außerdem über eine Turnhalle, einen Sportplatz und zwei Schulhöfe. Unsere Schule besitzt zwei Computerräume, die regelmäßig und intensiv genutzt werden. Im Schuljahr 2016/17 besuchen ca. 650 Kinder unsere Einrichtung. Das Kollegium der Schule besteht aus 40 Lehrerinnen/Lehrern, einschließlich der Schulleitung, 21 Erzieherinnen/Erziehern, der leitenden Horterzieherin, einer Verwaltungsleiterin, einer Schulsekretärin und einem Schulhausmeister.

Die Schule besitzt umfangreiche Lehr- und Lernmittel für alle Fächer. Besondere Schwerpunkte bilden hier Materialien für den Förderunterricht Klasse 1 und 2 in Deutsch und Mathematik. Zusätzlich werden in den Klassenstufen 2-6 Kinder mit einer diagnostizierten LRS bzw. Dyskalkulie gefördert.

Die Schule kooperiert eng mit  Einrichtungen des Sozialraumes. Dazu gehören die Musikschule Friedrichshain-Kreuzberg in der Zellestraße, das Kinder- und Familienzentrum „Das Haus“ im Weidenweg, der Abenteuerspielplatz am Forckenbeckplatz, das Freizeithaus „Regenbogen“ in der Kadiner Straße und in der Schreinerstraße der Verein  „Spielwagen 1035 e. V.“- Freier Träger der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Alle Einrichtungen befinden sich in unmittelbarer Nähe der Schule. Außerdem existiert ein Kooperationsvertrag mit der Sportgemeinschaft Alba Berlin. Trainer dieses Vereins bieten Arbeitsgemeinschaften in unserer Turnhalle an.

Unsere Schule integriert neue Kolleginnen und Kollegen durch:

  • ein persönliches Gespräch mit dem Schulleiter und eventuell der leitenden Horterzieherin
  • Übergabe eines Infopaketes (Hausordnung, Schulprogramm, Terminplan, Justus von Liebig-Mappe)
  • Festlegen einer Kollegin/eines Kollegen als ständige/r Ansprechpartner/in für die ersten Wochen
  • erneutes Vorgesetztengespräch nach ca. 4 Wochen

Unser Ziel ist es, neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell in das Kollegium zu integrieren, damit sie sich an unserer Schule schon nach kurzer Zeit dazugehörig fühlen.

Unsere Schule hat sich in ihrem Profil die Fremdsprachen Englisch und Französisch, die Musik und die Arbeit mit Computern ab Klasse 2 als besondere Schwerpunkte gesetzt.

Die Kolleginnen und Kollegen, Eltern, Schülerinnen und Schüler der Justus-von-Liebig-Grundschule haben 9 Leitbilder formuliert. Für die Schuljahre 2015/2016 und 2016/2017 werden zwei (nachfolgend fett gedruckt) im Focus unserer Unterrichts- und Erziehungsarbeit stehen.

  • Wir arbeiten vertrauensvoll und konstruktiv zusammen.
  • Wir pflegen einen offenen, annehmenden und freundlichen Umgangston miteinander.
  • Wir messen der Zusammenarbeit mit den Eltern einen hohen Stellenwert bei.
  • Wir fördern durch gemeinsame Aktivitäten die Identifikation mit unserer Schule.
  • Wir erziehen unsere Schülerinnen und Schüler zu tolerantem Verhalten gegenüber Menschen aus verschiedenen Kulturen und Nationalitäten.
  • Wir integrieren Kinder und Jugendliche mit Behinderungen oder sonderpädagogischem Förderbedarf.
  • Wir setzen uns dafür ein, Schülerinnen und Schüler bei der Bewältigung ihrer Lebenssituation zu unterstützen.
  • Wir gestalten unseren Schulalltag lebendig und setzen uns für einen kreativen Unterricht ein.
  • Wir öffnen unsere Schule nach außen und arbeiten eng mit Jugendeinrichtungen in unserem Einzugsbereich zusammen.

Wir arbeiten vertrauensvoll und konstruktiv zusammen, indem wir:

  • die selbstformulierten Regeln akzeptieren und einhalten
  • viele Gespräche zwischen Schülerinnen/Schülern, Lehrerinnen/Lehrern, Erzieherinnen/Erziehern und Eltern führen und bemüht sind, aktuelle Probleme sofort zu klären
  • Termine flexibel gestalten
  • die Hausordnung ständig aktualisieren und diese einhalten
  • Vorschläge positiv annehmen und lösungsorientiert handeln

Wir pflegen einen offenen, annehmenden und freundlichen Umgangston miteinander, das bedeutet für uns:

  • zuhören können, den Gesprächspartner ausreden lassen, die Probleme anderer aufzunehmen und sich gegenseitig zu helfen
  • uns um Formen der Höflichkeit und Freundlichkeit sowie um Verständnis zu bemühen, legen dabei besonderen Wert auf Worte wie „Bitte“ und „Danke“, auf Begrüßungen und Verabschiedungen
  • positives, vorwärtsbringendes Denken
  • die Mitarbeit der Eltern zu begrüßen und zu fördern
  • neue Kolleginnen, Kollegen, Referendare und Praktikanten schnell und freundlich in unser Kollegium einzugliedern
  • lernen, Konflikte zu lösen und dabei eng mit dem Projekt E. I. N. S. unter der Leitung von Einhorn e. V. zusammenzuarbeiten
  • neue Schülerinnen und Schüler zu unterstützen, sich schnell in die Klasse und gegebenenfalls in die Hortgruppe einzuleben sowie unsere Schulregeln kennenzulernen
Wir messen der Zusammenarbeit mit den Eltern einen hohen Stellenwert bei, indem wir:
  • pro Halbjahr einen Elternsprechtag planen
  • darüber hinaus Gesprächstermine vereinbaren und dabei zeitlich flexibel sind
  • das Elternrecht, bei der Gestaltung einzelner Unterrichtsphasen mitzuwirken, respektieren und fördern
  • die Eltern bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Schulfesten, Klassen- und Hortveranstaltungen stärker als bisher einbeziehen
  • für die Elternvertreter der Gesamtelternvertretung pro Schuljahr einen Themenabend organisieren
  • Eltern gewinnen, die zusätzliche Angebote wie Basteln, Hausaufgabenbetreuung, Sport oder Vorlesenachmittage organisieren
  • einen Schulbuchbasar am Ende des Schuljahres anbieten

Unsere Eltern sollen sich als Partner in der Erziehungs- und Bildungsarbeit erleben und sich vielfältig inhaltlich und organisatorisch einbringen können.

Wir fördern durch gemeinsame Aktivitäten die Identifikation mit unserer Schule, indem wir:

  • zwei große, gemeinsame Schulfeste (Dezember/Juni) mit den Schülern, Eltern sowie weiteren Familienangehörigen organisieren und durchführen
  • die Eltern der Lernanfänger am Einschulungstag mit einem kleinen Getränkebufett überraschen
  • Wandertage auch klassenübergreifend organisieren
  • zwei Klassenfahrten in der Grundschulzeit durchführen
  • schulinterne Sportwettkämpfe organisieren und durchführen
  • an Sportwettkämpfen auf Bezirksebene teilnehmen
  • schulinterne und bezirksweite Schülerwettstreite wie Mathematikwettbewerbe (Olympiaden, „Känguru“ bzw. „Pangea“) und andere Wissenstests wie z.B. „Heureka“ durchführen und uns zahlreich beteiligen
  • den Schulchor in der Öffentlichkeit präsentieren
  • Basare durchführen,
  • das Schulhaus und den Schulhof mitgestalten
  • Projekttage und -wochen mit Schülern und Mitarbeitern verschiedener Einrichtungen vorbereiten und gestalten
  • den Schulförderverein tatkräftig unterstützen

Wir erziehen unsere Schülerinnen und Schüler zu tolerantem Verhalten gegenüber Menschen aus verschiedenen Kulturen und Nationalitäten, indem wir:

  • Sozialverhalten durch eigenes Vorbild vermitteln und Anleitungen zu Konfliktlösungen geben
  • ausländerfeindliches Verhalten nicht akzeptieren und ein gewaltfreies Miteinander in den Pausen als einen Schwerpunkt in unserer Arbeit betrachten
  • in den Klassenstufen 4 – 6 in Zusammenarbeit mit dem Abschnitt 58 der Berliner Polizei ein Projekt zur Gewaltprävention durchführen
  • den Religions- und Lebenskundeunterricht unseren Schülern nahe bringen und so Raum für andere Kulturen öffnen
  • Projekte mit dem „Bajumahaus“ weiter fortsetzen und andere Möglichkeiten für ein freudvolles Kennenlernen anderer Kulturen und Nationalitäten nutzen
  • Eltern verschiedener Nationalitäten bitten, Beiträge in unsere Unterrichtsarbeit einzubringen
  • weiterhin das erweiterte Fremdsprachenangebot pflegen und fördern
  • im musischen Bereich Inhalte, Lieder und Tänze anderer Nationalitäten aufgreifen
  • weiterhin einen engen Kontakt mit unserer Partnerschule in Tschernobyl pflegen, u.a. die seit Jahren bestehende Aktion „Weihnachtspäckchen“ für Kinder dieser Region
  • einen gut organisierten DaZ-Unterricht durchführen

Wir integrieren Kinder mit Behinderungen oder sonderpädagogischem Förderbedarf, indem wir:

  • in unseren Klassen gemeinsam mit Kindern, die sonderpädagogischen Förderbedarf haben, lernen
  • lernschwachen Kindern unsere volle Aufmerksamkeit schenken und uns entsprechend dieser Problematik auch fortbilden
  • Kinder mit schwachen Deutschkenntnissen entsprechend fördern

Wir setzen uns dafür ein, Schülerinnen und Schülern bei der Bewältigung ihrer Lebenssituation zu helfen, indem wir:

  • Eltern beraten und ihnen gemeinsame Möglichkeiten einer sinnvollen Freizeitgestaltung aufzeigen
  • eng mit Einrichtungen wie z. B. Einhorn e. V. zusammenarbeiten
  • die schulpsychologische Beratungsstelle kontaktieren
  • das Jugendamt in begründeten Verdachtsfällen rechtzeitig benachrichtigen

Wir gestalten unseren Schulalltag lebendig und setzen uns für einen kreativen Unterricht ein, indem wir:

  • im Unterricht verschiedene Medien einsetzen
  • den Anteil der Arbeitsblätter reduzieren
  • Freiarbeit planen und durchführen
  • zahlreiche Lernorte außerhalb der Schule aufsuchen
  • Schülermaterialien sinnvoll in den Unterricht einbeziehen
  • den Computerunterricht ab Klasse 2 einführen.
  • den Internetzugang auch außerhalb des Computerunterrichts organisieren
  • den Kontaktbereichsbeamten in die Unterrichtsarbeit mit einbeziehen
  • Klassen- und Schulprojekte organisieren
  • Bewegungsphasen auch in größeren Klassen in den Unterrichtsverlauf einplanen
  • eine freudvolle Lernatmosphäre gestalten
  • ein ausgewogenes Verhältnis von Lob und Tadel durchsetzen
  • Olympiaden innerhalb der Schule organisieren und außerhalb der Schule an solchen teilnehmen
  • im Sportunterricht Wettkämpfe auch klassenübergreifend organisieren

Wir öffnen unsere Schule nach außen und arbeiten eng mit Einrichtungen unseres Einzugsgebietes zusammen, indem wir:

  • Ergebnisse von Unterrichtseinheiten und Projekten öffentlich machen und wir hierfür die Schulflure, Schaukästen und das Foyer nutzen
  • mit Einrichtungen wie „Das Haus“, „Jugendclub Liebig 19“, Abenteuerspielplatz „Forcki“, „Spielwagen e. V.“, Mädchentreff „Frieda“, den Bibliotheken und dem Sportverein „Alba“ Berlin zusammenarbeiten
  • Tanz- und Chorauftritte im Ringcenter und Altenheimen unseres Sozialraumes organisieren und am Senatsprojekt „Tanz in der Schule“ teilnehmen
  • wir Feste feiern und ehemalige Schülerinnen, Schüler und Kollegen einladen
  • wieder am Friedrichshainer Theaterfestival der Grundschulen teilnehmen
  • uns mit kulturellen Beiträgen bei Eröffnungen neuer Freiflächen oder Freizeiteinrichtungen im Stadtbezirk beteiligen
  • Partnerschaften mit Unternehmen aus der näheren Umgebung herstellen wie z. B. dem Ringcenter, Schlüsseldienst Bober, Reichelt und der WBM Friedrichshain
  • mit den Schulen der näheren Umgebung enger zusammenarbeiten, besonders mit der Musikschule Berlin-Friedrichshain, dem Georg-Friedrich-Händel-Gymnasium, dem Heinrich-Hertz-Gymnasium und der Andreas-Oberschule

Bei der Bildung und Erziehung unserer Schülerinnen und Schüler ist es das Bestreben aller Kolleginnen und Kollegen, Schlüsselkompetenzen wie Lern- und Arbeitstechniken, Sprach-und Medienkompetenz, Methodenkompetenz und Sozialkompetenz bei den Schülern zu entwickeln, um das selbstständige Lernen immer weiter zu vervollkommnen.

Folgende Punkte haben wir uns für die nächsten Schuljahre als Schwerpunkte gesetzt:

  • offene Unterrichtsformen nutzen
  • selbstständiges Umgehen mit Arbeitstechniken, Methoden und Lernstrategien üben
  • konstruktiver Umgang mit Fehlern
  • Lesefähigkeit, sinnverstehendes Lesen fördern
  • kooperative Lernformen, wie Partner- und Gruppenarbeit planen
  • motivierende Lernumgebungen schaffen
  • Mediennutzung in allen Fächern
  • Individualisierung des Lernprozesses fördern
  • Präsentation der Schülerergebnisse in geeigneter Form

In den halbjährlich stattfindenden Elterngesprächen erhalten die Eltern eine Einschätzung zu folgenden Kompetenzen:

  • Konzentrationsfähigkeit und Ausdauer
  • Begeisterungsfähigkeit
  • Arbeitsorganisation
  • Allgemeinwissen
  • Informationsbeschaffung und Medienkompetenz
  • Logisches Denken und Lerntechniken
  • Kreativität
  • Handwerkliche Fähigkeiten
  • Teamfähigkeit und Selbstständigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Konfliktlösungskompetenz
  • Kritikfähigkeit

Die Bewertung erfolgt über eine Notenskala von 1 (ab 96%, sehr gut ausgeprägt) bis 5 (ab 16%, kaum ausgeprägt). Um eine Entwicklung zu erkennen, werden die Bewertungen dem Schülerportfolio beigelegt.

Bildungsziele für alle Lernbereiche und Fächer der Klassen 1 – 6

Alle Kolleginnen und Kollegen haben in den Fachkonferenzen beraten und beschlossen, als schulinternen Schwerpunkt das sinnverstehende Lesen in allen Fächern konsequent umzu-setzen. Wir sehen diesen Schwerpunkt als Grundlage für die Entwicklung der Kompetenz, dass die Schülerinnen und Schüler Gelerntes in Anforderungssituationen in- und außerhalb der Schule anwenden können.

Im Schuljahr 2014/2015 wird als weiterer Schwerpunkt die Präsentation erbrachter Lernergebnisse durch die Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt der Unterrichtsplanungen gerückt. Diese Schwerpunkte gelten auch für die Jahre von 2014 bis 2017.

Neben den Schwerpunkten Erlernen einer Fremdsprache, Umgang mit Musik und Arbeit am Computer legen wir weiterhin in unserem Schulprogramm fest:

  • Alle Schülerinnen und Schüler werden von Klasse 1 bis 6 befähigt, die deutsche Sprache in Wort und Schrift zu kennen und ihre Kenntnisse in allen Bereichen sicher anzuwenden.
  • Alle Schülerinnen und Schüler werden befähigt, Aufgaben der 4 Grund-rechenarten der Mathematik sicher im Kopf und schriftlich zu lösen, sie kennen die Grundlagen der Geometrie und können diese zeichnerisch umsetzen.
  • Alle Schülerinnen und Schüler werden zum logischen Denken angeregt und befähigt, Faktenwissen auf Sachsituationen zu übertragen und miteinander zu verknüpfen.
  • Alle Schülerinnen und Schüler sollen mit hoher Selbstständigkeit erlerntes Regel-wissen praktisch anwenden können.
  • Alle Schülerinnen und Schüler lernen, ordentliche und vollständige Mitschriften anzufertigen und ab Klasse 3 die ersten Hefter selbstständig zu führen.
  • Beginnend ab Klasse 1 werden die Schüler befähigt, sich Wissen und Können in selbstständiger Schülertätigkeit anzueignen und Gelerntes auch anzuwenden. Dabei stehen die Partner- und Gruppenarbeit im Mittelpunkt.
  • Alle Schülerinnen und Schüler achten als Voraussetzung für kontinuierliches Lernen auf die Vollständigkeit ihrer Arbeitsmaterialien und die termingerechte Anfertigung erteilter Hausaufgaben.

In allen Lernbereichen und Fächern wird an der Erreichung dieser Ziele kontinuierlich gearbeitet. Fächerübergreifende Lerninhalte werden in gemeinsamen Fachkonferenzen beraten und beschlossen.

Eltern und Schule unterstützen sich gemeinsam in ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag. Das kann nur auf der Basis gegenseitiger Achtung und gegenseitigen Vertrauens realisiert werden. Es muss deshalb eine Vielzahl von Formen der Zusammenarbeit stattfinden.

Die Elternvertreter werden (auch im Schulgesetz verankert) in die Entwicklung und Evalu-ation des Schulprogramms unserer Schule mit einbezogen.

Die Eltern werden weiterhin verstärkt am Schulalltag beteiligt.

Eine wichtige Grundlage für die Erarbeitung unseres Schulprogramms war die Elternbefragung mittels Fragebogens. 

Offener Ganztagsbetrieb

Der Offene Ganztagsbetrieb ist Teil unserer Schule und soll besonders vor und nach dem Unterricht die Bildungs- und Erziehungsarbeit fortsetzen.

Die Erzieherinnen und Erzieher werden mit Beginn des Schuljahres 2013/14 ihr offenes Angebot erweitern und es bis zur völligen Öffnung entwickeln.

Die Erzieherinnen und Erzieher werden am Vormittag in die Unterrichtsarbeit der Klassen 1 bis 4 integriert und unterstützen unter Anleitung der Klassenlehrer/innen lernschwache oder verhaltensauffällige Schülerinnen und Schüler bei der Lernarbeit. Die Rhythmisierung liegt in der Zeit von 9:00 bis 12:00 Uhr. Eine genaue Planung liegt in der Verantwortung der Klassenlehrer/in und der Erzieher/in. Die Leiterin des Offenen Ganztagsbetriebs erarbeitet auf der Grundlage der Konzepte der Lehrer/innen und Erzieher/innen einen Plan für die Schulleitung. Alle Erzieher/innen nehmen an den Klassenelternversammlungen teil.

Der Offene Ganztagsbetrieb hilft der Schule bei der Umsetzung des Entwicklungsschwer-punktes “Sinnverstehendes Lesen“ durch die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler:

  • bei der Nutzung der „Rollenden Bibliothek“
  • bei der Anfertigung von Hausaufgaben
  • Bereitstellung von Räumen für die Lese-Großeltern, in denen störungsfrei mit Kindern gelesen werden kann

Die Erzieher/innen haben folgendes Konzept beraten und beschlossen:

Öffnungszeit:             6:00 – 18:00 Uhr

Frühhort:

  • nette Begrüßung und ruhige Einstimmung auf den Tag
  • warmes Getränk (Tee) anbieten, eventuell frühstücken
  • sich mit dem Kind unterhalten oder spielen, wenn gewünscht
  • Musik hören oder sich auch hinlegen
  • Hortbücherei kann genutzt werden
  • auch im Frühhort den Hof/Spielplatz nutzen

Zeiten am Vormittag:

  • zur Vorbereitung spezieller Freizeitangebote und für organisatorische Aufgaben
  • zur gezielten Unterstützung der Lehrkraft bestimmte Aufgaben übernehmen und
  • einzelne Schüler/innen individuell fördern
  • in Freistunden interessante und abwechslungsreiche Aktivitäten anbieten

Einnahme des Mittagessens

  • Essenpause gemeinsam nutzen, auf gute Tischsitten und möglichst ruhige Atmosphäre achten
  • Essen nicht unbegründet entsorgen

Freizeitgestaltung nach dem Unterricht:

  • Kinder sollten trotz offener Arbeit (täglich mindestens 1,5 Stunde) ihre/n feste/n Erzieher/in als Ansprechpartner/in haben.
  • Bestimmte Aktivitäten sollten trotz offener Arbeit auch für die einzelnen Gruppen möglich sein. (z. B. Theater, Kino, Schwimmen o. ä.)
  • Kinder müssen spüren, dass ihre speziellen Wünsche und Interessen im Rahmen unserer Möglichkeiten in der Freizeitgestaltung verwirklicht werden.
  • kindgerechte Fernsehsendungen und Arbeiten am Computer sollten auch unseren Hortkindern zur Verfügung stehen.
  • Arbeitsgemeinschaften sollten verstärkt in unsere Nachmittagsgestaltung eingebunden werden. Dabei sollte der vorgegebene Zeitumfang (siehe Schulgesetz) an Hausaufgaben nicht überschritten werden (Zeitdruck für unsere Kinder).
  • Sportspiele für die 1. Klasse finden wöchentlich ein Mal statt. Für die 2. bis 4. Klasse müsste dieses Angebot erweitert werden. (evtl. Honorarkraft)
  • Der Besuch der Spielplätze in unserer näheren Umgebung (besonders Drachenspiel-platz) findet großen Anklang, sie werden fleißig genutzt.

Späthort:

  • Bei entsprechendem Wetter findet der Späthort auf dem Hof statt.
  • Auf die Bedürfnisse der Kinder wollen wir eingehen und verschiedene Spiele bzw. Spielgeräte anbieten.
  • Die Getränkeversorgung muss auch im Späthort noch erfolgen.

Hortfeste:

  • Herbstfest   –        im Oktober
  • Nikolaus      –        Anfang Dezember
  • Fasching      –        in den Ferien oder zentral während der Schulzeit
  • Osterfest      –        März/April
  • Kindertag    –        Anfang Juni (Höhepunkt innerhalb der Gruppen

Unterrichtsangebote

Die Justus-von-Liebig-Grundschule organisiert den Unterricht ab dem Schuljahr 2013/2014 wieder nach dem 45-Minuten-Modell. Folgende Angebote werden zusätzlich in den Regelstundenplan integriert:

– Klasse 2: eine Wochenstunde „Arbeit am Computer“ abgedeckt durch Profilstunden

– Klasse 3 und 4: eine Wochenstunde „Arbeit am Computer“ im Rahmen der VU-Stunden

die Klassenleiterinnen und Klassenleiter entscheiden, aus welchem Fach (D, Ma, SK)

diese Stunde genommen wird, die zwei Förderstunden werden als Teilungsstunden für

leistungsdifferenzierte Teilungsstunden genutzt (es können jetzt auch leistungsstarke

Schülerinnen und Schüler gefördert werden)

–  Klasse 5 und 6: „Arbeit am Computer“ wie in Klasse 3 und 4, hier aber eine Stunde Wahlunterricht, verbindlich (WUV)

–  Klasse 2 bis 4:    ein Angebot Französisch in jeder Klassenstufe

–  in 5 und 6:           je ein Angebot WUV „Französisch“

–  Klasse 1 und 2:   eine Wochenstunde Englisch durch eine von den Eltern finanzierte AG

Pausen und Öffnungszeiten

Die Justus-von-Liebig-Grundschule ist eine verlässliche Halbtagsgrundschule.

Sie öffnet zurzeit um 7:30 Uhr bzw. 7:20 Uhr für Schüler, die am Förderunterricht teilneh-men. Der Regelunterricht beginnt um 8:00 Uhr. Alle Schülerinnen und Schüler, deren Eltern es wünschen, werden kostenlos bis 13:30 Uhr durch die Schule betreut. Für sie wird durch die Erzieher/innen ein Freizeitangebot organisiert. Der Unterricht endet spätestens nach der 7. Stunde, um 14: 45 Uhr.

Eltern, die darüber hinaus eine Betreuung wünschen, können mit dem Bezirksamt einen Vertrag abschließen. Die Kernzeit hierfür ist 8:00 Uhr – 16:00 Uhr. Eine Betreuung in allen Ferien ist abgesichert.

Für alle Schülerinnen und Schüler, Lehrer/innen und Erzieher/innen kann ein Mittagessen bereit gestellt werden. Der Vertragspartner ist die Firma „SUNSHINE“.

 Schulhausgestaltung

Alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, sowie alle Gäste sollen sich in der Justus-von-Liebig-Grundschule wohl fühlen. Wir gestalten deshalb unser Schulhaus den Jahres- und Feiertagen entsprechend fröhlich aus. Unser Motto lautet:

                              „Das Schulhaus ist unser Schulhaus.“

Verantwortlich dafür ist die AG Schulhausgestaltung für den Neubau und für den Altbau die Lehrer/innen für Bildende Kunst. Der OGB ist ein Teil der AG Schulhausgestaltung. Alle Beteiligten werden vom Schulhausmeister und der Schulsachbearbeiterin unterstützt.

Hausordnung

Die Justus-von-Liebig-Grundschule hat eine aktuelle Hausordnung beraten und beschlossen. Sie wird je nach Bedarf überarbeitet.

Pädagogischer Maßnahmekatalog

Die §§ 62 und 63 des Schulgesetzes bilden die Grundlagen für unseren pädagogischen Maßnahmekatalog. In Anbetracht der Tatsache, dass wir eine Grundschule sind, sollten erzieherische Maßnahmen im Vordergrund stehen. Schulstrafen im Sinne des Gesetzes bilden die große Ausnahme.

Bei Verstößen gegen die Schul- oder Hausordnung ist wie folgt vorzugehen:

    • Gespräch mit dem/der Schüler/in
    • Gespräch mit den Erziehungsberechtigten
    • Gespräch mit den Erziehungsberechtigten unter Hinzuziehung der Schulleitung

Sollten die genannten Maßnahmen nicht zum Erfolg führen, werden folgende schulinterne Schulstrafen ausgesprochen:

  • Verwarnung
  • strenge Verwarnung
  • Tadel

Wir bemühen uns um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Lob und Tadel.

  • Da unsere Schülerinnen und Schüler zum Teil aus sozial schwachen Elternhäusern kommen, sollte der Ausschluss von freiwilligen Unterrichtsveranstaltungen eines der letzten erzieherischen Mittel sein.
  • Bei Schlägereien oder Verletzung der Menschenwürde sowie ausländerfeindlichen Straftaten ist wie folgt vorzugehen:

An der Schule gibt es einen Notfallplan. Dieser befindet sich beim Schulleiter. Es wird hier genau aufgezeigt, wie bei genannten Vergehen vorzugehen ist.

Zur Unterstützung der Lehreraufsichten werden zuverlässige Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen eingeteilt. Diese sollen auch befähigt werden, kleinere Streitigkeiten zu schlichten. Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen Ausweis. Selbstverständlich werden auch Schülerinnen und Schüler, die ihre Pflichten und Aufgaben im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut erfüllen, gelobt durch:

    • mündliches Lob vor der Klasse
    • mündliches Lob vor der Klasse mit schriftlicher Benachrichtigung der Eltern
    • Lob in Form einer Urkunde zur Zeugnisausgabe
    • Hausaufgabengutschein – 1 pro Monat (wenn alle Hausaufgaben erledigt wurden)
    • Hausaufgabengutschein – 1 pro Monat (wenn alle Arbeitsmittel vorhanden waren)

Schulförderverein

Auch an unserer Schule hat der Schulförderverein bei der täglichen Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern eine große Bedeutung. Deshalb stehen für die Kolleginnen und Kollegen folgende Aufgaben an:

Jede Klasse führt einmal im Schuljahr eine Aktivität durch, deren Erlös dem Schul-förderverein überwiesen wird. Wir führen ein großes Weihnachtsfest durch. Der Erlös wird zu 100% dem Schulförderverein überwiesen. Alle Klassenlehrer/innen verpflichten sich, gemeinsam mit den gewählten Elternvertretern Mitglieder zu werben, selbst Mitglied zu werden oder durch Spenden ihre Verbundenheit zu zeigen. Der Schulförderverein stellt vor allem Mittel zur Unterstützung der Schülerinnen und Schüler zur Verfügung, um:

    • die Teilnahme an Klassenfahrten ganz oder teilweise zu finanzieren
    • die Teilnahme an Unterrichtsgängen und Projekttagen ganz oder teilweise zu finanzieren
    • Schüleraktivitäten zu unterstützen
    • die Schulhofgestaltung zu finanzieren
    • Freiflächenbepflanzung zu finanzieren
    • einen DJ bei Schulfesten zu finanzieren

Der Schulförderverein hat nicht die Aufgabe, finanzielle Verpflichtungen des Schulträgers zu übern

Interne Evaluation

Unser Schulprogramm wird durch die Schulleitung und Fachkonferenzleiterinnen unter Anleitung der Evaluationsberaterinnen jährlich evaluiert. Dabei steht  das Gespräch im Mittelpunkt. Je ein Mitglied der Schulkonferenz sowie der Elternvertretung werden in die Evaluationen einbezogen.

Der kollegiale Umgang miteinander steht hierbei im Vordergrund. Es wird auf keinen Fall beabsichtigt, ein Ranking der Kolleginnen und Kollegen zu erstellen.

Der Schulleiter berichtet über die Ergebnisse der internen Evaluation in den Gremien.

Externe Evaluation

Die externe Evaluation ist Aufgabe der Schulinspektion der Senatsschulverwaltung für Bildung, Jugend und Sport unter Mitwirkung der bezirklichen Schulaufsicht, in Zusammenarbeit mit den Fachkonferenzleitern und der Schulleitung. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden das externe Evaluationsteam bei ihrer Arbeit unterstützen.

Das Schulprogramm trat am 1. September 2006 in Kraft und wird jährlich überarbeitet und ergänzt.

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